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International Music und Hannes Seidl gewinnen in der Kategorie „Nachwuchspreis“

05.03.2020

Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Nachwuchspreis würdigt aufstrebende Musikautoren, die mit ihrem herausragenden Talent ihr Genre bereichern und sich mit ihren Texten und Kompositionen bereits einen Namen gemacht haben. In diesem Jahr überzeugten die Jury der Komponist Hannes Seidl und die Musikautoren Pedro Goncalves Crescenti, Joel Roters, Peter Rubel von International Music.

„Wir empfinden es als große Ehre, den Deutschen Musikautorenpreis verliehen zu bekom-men. Dieser ist für uns eine Wertschätzung für das Verschleierte, das Verspielte, das Leichte und das Schwere, die mit feinen Wollnädelchen gehäkelten Irrsinnigkeiten, die wir in unse-rem Pullover der Musik tragen“, freut sich International Music. Das Trio aus Essen überzeugt Publikum und Kritiker mit einer Mischung aus Folk, Postpunk und Rock. Dabei zeichnen sich ihre im Zweigesang vorgetragenen Texte durch eine besondere Verschmelzung von Bild und Bedeutung, Lakonie und Zeitgeist aus. Das Magazin „Musikexpress“ wählte ihr Doppel-Debüt-Album „Die besten Jahre“ zum Album des Jahres 2018.

Hannes Seidl, der sich mit seinen Kompositionen einen Namen im Bereich der instrumenta-len und elektronischen Konzertmusik gemacht hat, ist begeistert: „Es ist für mich eine tolle Bestätigung, den Nachwuchspreis zu erhalten. Was mich besonders freut, ist, dass der Preis auch an jene verliehen wird, die, wie ich, viele Umwege gegangen sind und nicht in erster Linie ihre Karriere im Blick haben.“ Seidl arbeitet seit jeher an zahlreichen Musikprojekten parallel. So gründete er gemeinsam mit Geflüchteten einen Radiosender oder schuf über mehrere Jahre in dem 200-Seelen-Ort Klein-Leppin die verrücktesten Kompositionen mit allen Einwohnern. „Diese Erfahrungen sind eine große Bereicherung für mich, sie sind auch in meine Kompositionen eingeflossen und ich denke, sie haben meine Arbeit durchaus posi-tiv beeinflusst“, sagt Seidl. „Der Nachwuchspreis gibt mir nun die Möglichkeit, unabhängig zu bleiben und weiter dort zu arbeiten, wo es mir künstlerisch am wichtigsten erscheint.“